Region Triestingtal
Die Region Triestingtal
Die LEADER Region Triestingtal besteht aus 12 Mitgliedsgemeinden, die bis auf Kaumberg (politischer Bezirk Lilienfeld) im politischen Bezirk Baden liegen. Diese Gemeinden haben beschlossen, im Rahmen des LEADER Programmes (EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum 2007-2013) innovative und nachhaltige Projekte in der Gesamtregion umzusetzen.
Die Region erstreckt sich mit 329 km² entlang des Triestingtales in west-östlicher Richtung. Die Gemeinden Leobersdorf, Schönau an der Triesting und Günselsdorf – am Talausgang gelegen – zählen geographisch bereits zum Wiener Becken. Die B18 sowie die Bahnlinie Leobersdorf–Weissenbach stellen die wichtigsten Verkehrsanbindungen dar.
Der Anschluss des Tales an die Autobahn A2 und an die Südbahn liegt in Leobersdorf. Schönau an der Triesting und Günselsdorf liegen an der B17. Mit heute 34.000 Einwohnern weist die LEADER Region Triestingtal im letzten Jahrzehnt ein eindeutig positives Bevölkerungswachstum von 4,6 % auf. Die Gemeinden an den Verkehrsknotenpunkten registrieren stärkere Bevölkerungszuwächse.
Die Flächennutzung im Triestingtal zeigt klar den hohen Waldanteil der Region. So sind rund 67% des Gebietes mit Wald bedeckt. Die Gemeinde Furth nimmt hier mit fast 84,4% Waldanteil die Spitzenposition in der Region ein. Das Triestingtal zeichnet sich durch unterschiedliche Wirtschaftsbranchen mit zum Teil sehr großen Betrieben aus. Die größten Unternehmensstandorte befinden sich vor allem in Weissenbach, Berndorf, Hirtenberg, Enzesfeld und Leobersdorf.
Ortsverbindend und touristisch prägend ist der Triesting-Gölsentalradweg. Die Führung des Radweges vom Industrieviertel ins Mostviertel ist durch die Triesting und die Gölsen vorgegeben. Getrennt werden die beiden Wasserläufe durch den Gerichtsberg, der höchsten Erhebung dieser Radroute. Der Radweg bietet eine Reise durch eine vielfältige Kultur- und Naturlandschaft.
Der Radweg führt aus dem Weinbau- und Industriegebiet des Flachlandes – vorbei an Ackerland, Wiesen und Föhrenwald – in die schon leicht alpin geprägte Landschaft des oberen Tales. Die etwa 60 Kilometer lange Radroute ist eine der sieben touristischen Hauptradrouten in Niederösterreich. Sie verbindet den Traisental-Radweg (Traisen) mit dem Thermen-Radweg (Leobersdorf/Schönau) und findet eine Weiterführung im Triestingau-Radweg. (www.triesting-goelsentalradweg.at)
Strategie - Schwerpunkte
Die lokale Entwicklungsstrategie Triestingtal baut auf folgenden Scherpunkten auf:
- Dorf- und Stadterneuerung
- Natur und Kulturlandschaft
- Tourismus und Kultur
- Landwirtschaft, Umwelt und Energie
- Wirtschaft
- Soziales, Jugend, Integration und Gender Mainstreaming
Diese Themen wurden im Zuge des endogenen Entwicklungsprozesses im Rahmen zahlreicher Arbeitskreissitzungen als für die Region wesentlich erkannt und weiterentwickelt.
Zur Erfüllung müssen alle Themen von der Region getragen werden: also von der Bevölkerung, den UnternehmerInnen, SozialpartnerInnen und EntscheidungsträgerInnen.
Ziele und Entwicklungsstrategie der Lernenden Region Triestingtal
Die LEADER Region Triestingtal positioniert sich als „Lernende Region“, um ein Netzwerk regionaler AkteurInnen rund um das Thema Lernen und Bildung aufzubauen.
Dafür wurde im Jahre 2009 in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Bearbeitungsteam „mecca consulting“ die „Regionale Bildungsstrategie Triestingtal“ erarbeitet und eingereicht, die folgenden Zielsetzungen beinhaltet:
- Steigerung der regionalen Bildungsbeteiligung und der Bewusstseinsbildung über die Wichtigkeit des Lernprozesses
- Entwicklung von erfolgreichen Lernprojekten und weiteren Begleitmaßnahmen wie Bildungsberatung und -information
- Nutzung von Synergien durch bereichsübergreifende Zusammenarbeit
- Aufbau eines regionalen Wissensmanagements
- Stärkung der Identifikation der BewohnerInnen mit ihrer Region
Einige der in der erstellten Strategie Lernende Region Triestingtal angeführten Projekte sollen nachstehend kurz skizziert werden:
„Verschiedene Herkunft – Gemeinsame Zukunft“
Zielsetzung ist es, mit diesem Projekt einen Beitrag für die Integration von MigrantInnen und Jugendlicher verschiedener Herkunft im Triestingtal zu leisten. Der Verein Jugendinitiative Triestingtal übernahm die Projektträgerschaft und die Fördereinreichung beim Integrationsfonds. Eine Bewilligung konnte im Jahr 2009 nicht erreicht werden. Im Jahr 2010 wurde dieses Projekt in adaptierter Form seitens der ARGE Kleinregion Triestingtal beim Kleinregionsfonds eingereicht. Eine Förderzusage (50%) ist eingelangt.
Pilotprojekt „Wirtschaft & Schule“
Zielsetzung dieses Projekts ist, Jugendliche optimal und zeitgerecht für den Einstieg in die Lehre bestmöglich vorzubereiten. Außerschulisches Bildungsangebot und die Vernetzung zu den zukünftigen Lehrbetrieben soll helfen, ein abgerundetes Ausbildungsprogramm zu ermöglichen. Im Mai 2010 wird eine Lehrlingsmesse stattfinden, bei der die Jugendlichen Gelegenheit haben werden, mit den Betrieben direkt in Kontakt zu treten. Einen Großteil der Umsetzung dieses Pilotprojekts im Rahmen der Lernenden Region Triestingtal übernimmt die Polytechnische Schule in Pottenstein.
Projektidee: „Lehrlingsausbildung in den Gemeinden“
Der Projektname lautet: „Aufbau Triestingtaler Lehrlingsinitiative des öffentlichen Bereiches“.
Ausgehend von der Idee, Lehrstellen in den Triestingtaler Gemeinden zu schaffen, soll ein Netzwerk für AusbildnerInnen dahingehend eine mögliche Unterstützung bieten.

