Weinviertel-Donauraum
Ziele, Entwicklungsstrategie
Als Alleinstellungsmerkmal der Region wurde die Konstellation dreier Angelpunkte identifiziert. Verbindet man diese Punkte, so ergibt sich ein Dreieck, das den zentralen Kern der Region darstellt. Die Stadt Stockerau, die Stadt Korneuburg und das Bildungshaus Großrußbach bilden mit den bereits vorhandenen Bildungseinrichtungen und ihrer Infrastruktur diesen Kern. Durch das Bildungsdreieck soll ein Netzwerk aufgebaut werden, das eine kooperative Entwicklung und Implementierung einer zukünftigen Lerninfrastruktur für die gesamte Region beinhaltet.
Die strategischen Ziele der Region Weinviertel Donauraum werden durch die Fokussierung auf die vier zentralen Felder
- Ausbildung
- Persönliche Weiterbildung
- Berufliche Höherqualifizierung und
- Regionale Qualifizierung“ erarbeitet.
Zielsetzungen „Ausbildung“
Im Vordergrund stehen didaktische Zielstellungen wie Verknüpfungen von formellem und non-formellem Lernen für Kleinkinder, Kinder im Pflichtschulbereich und Jugendliche.
Zielsetzungen „Persönliche Weiterbildung“
Mit der Zielsetzung im Bereich „Persönlicher Weiterbildung“ verbindet das Netzwerk ein sehr breites und vielgestaltetes Spektrum und kann daher kaum von den anderen Bereichen abgegrenzt werden. Das Handlungsfeld LERNENDE REGION bezieht sich auf die BewohnerInnen der Region, die ihre Bedürfnisse kennen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten wollen. Dazu bedarf es flexibler Rahmenbedingungen, die einen Zugang zu Bildung in vielen Varianten und Bereichen ermöglichen. Lernfeste, Bildungsmessen aber auch das entsprechende Bildungsmarketing motivieren zur persönlichen Weiterbildung und machen das vielfältige Angebot der Region sichtbar.
Zielsetzungen „Berufliche Höherqualifikation“
Ein vorrangiges Ziel ist die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und der regionalen Wirtschaft. Hier geht es insbesondere darum, die Qualität von Weiter- und Ausbildungsangeboten zu erhöhen und auf die betrieblichen Schwerpunkte im Bezirk, gemeinsam mit den Unternehmen, abzustimmen.
Zielsetzungen „Regionale Qualifizierung“
Im Bereich Regionale Qualifizierung erscheint es wichtig, das Bildungsangebot mit attraktiven und neuen Lernformen (Kommunikationsformen) zu unterstützen. Eine regionale Bildungshotline informiert die Bevölkerung über sämtliche Angebote. Bildung und Lernen gewinnt einen höheren Stellenwert.
Strategie
Die Strategien zur LERNENDEN REGION setzen zum einen auf die Besonderheiten und Potentiale, zum anderen müssen wesentliche regionale Supportstrukturen zur Stärkung von Bildungs- und Lernmöglichkeit in der Region gefördert werden. Ein wichtiger Teil der Strategie ist die Fokussierung auf einige wenige Schwerpunkte bzw. Themenbereiche. Die strategischen Ziele wurden durch die Fokussierung auf die zentralen Felder der Zielsysteme „Ausbildung, Persönliche Weiterbildung, Berufliche Höherqualifikation und Regionale Qualifikation“ verdichtet.
Ausbildung
Lernen baut auf der Freude an neuem Wissen auf. Es holt das Kind dort ab, wo es steht, unter Berücksichtigung seiner Lebenswirklichkeit. Neue Lernformen arbeiten mit kreativen Ansätzen und legen Schwerpunkte auf die Ausrichtung sozialer Kompetenz und konstruktiver Konfliktlösung. Eltern / SchülerInnen /LehrerInnen und sonstige Professionen bilden Netzwerke, fördern, fordern und begleiten.
Persönliche Weiterbildung
Die persönliche Weiterbildung umfasst Maßnahmen, die ein lustvolles voneinander und miteinander Lernen auf breiter Basis ermöglichen. Sie fokussiert insbesondere auf das konstruktive Miteinander von Eltern / Schule / Gesellschaft und die Entwicklung sozialer Kompetenzen mit dem Ziel, die Menschen für die Bewältigung ihres Alltags zu stärken sowie unseren demokratischen Gesellschaftsstil von Toleranz und einer Ausgewogenheit von Eigen- und Gemeinwohl zu fördern
Berufliche Höherqualifizierung
Qualität der beruflichen Weiterbildung fördern und ausbauen. Durch Etablierung spezifischer berufsbildenden Schulen hochqualifiziertes „Humankapital“ in der Region erhalten / für die Region gewinnen. Stärkung der regionalen Kompetenz durch verstärktes Anbieten der Ostsprachen. Kooperation von Unternehmen auf dem Bildungssektor und im Forschungsbereich.
Regionale Qualifizierung
Die Menschen wissen über das Bildungsangebot in den Gemeinden der Region Bescheid und sind bestrebt, gemeinsam ein regionales Wissensmanagement aufzubauen, um regionale Einrichtungen und Besonderheiten in den Bereichen Kultur, Tradition und Wissen miteinander zu vernetzen. Rahmenbedingungen schaffen, um für die Menschen, die in der Region arbeiten, wohnen und hier ihren Lebensmittelpunkt haben, einen lebenswerten Erlebnis-, Bildungs- und Kulturraum zu erhalten und weiter auszubauen.
Maßnahmen:
Aus diesen Strategien lassen sich Maßnahmen ableiten, durch die die regionale Kooperation und Innovation in der Lernenden Region unterstützt werden können.
- Ausbildung von KellergassenführerInnen, NaturführerInnen als Grundlage für die Weiterentwicklung des touristischen und regionalen Angebotes
- Eine enge Zusammenarbeit zwischen den regionalen Schulen und der Wirtschaft kann dazu beitragen, die allgemeine und berufliche Bildung besser auf die Arbeitswelt abzustimmen.
- Förderung gezielter Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie deren Umsetzung in die Praxis.
- Das Erlernen von Ostsprachen ist in der grenznahen Region für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft eine wichtige Voraussetzung. Das Angebot soll bereits in den frühen Lebensphasen gefördert werden.
Arbeit im Netzwerk
Das Netzwerk der Leaderregion Weinviertel Donauraum ist von seiner Struktur her auf horizontale Kooperationen ausgerichtet. Die horizontale Kooperation in Netzwerken beschreibt die Zusammenarbeit von AkteurInnen verschiedener Weiterbildungseinrichtungen.
Die wesentlichen Wirkungen der Netzwerkaktivitäten betreffen folgende Teilfelder:
- Zentrale AkteurInnen formulieren gemeinsame Ziele
- Bereits vorhandene Strukturen und bestehende Netzwerke werden genutzt und weiterentwickelt
- Eine gemeinsame Kommunikationsbasis zwischen allen wichtigen AkteurInnen der Region wird hergestellt
- Konkurrenzdenken wird für das Erreichen gemeinsamer Ziele kontinuierlich abgebaut
- Die Zusammenarbeit ermöglicht eine bessere Aufdeckung und Mobilisierung bestehender Ressourcen
- Trägt wesentlich zur besseren Verknüpfung verschiedener Lernformen und Lernorte bei
Um den Erfolg und die Weiterentwicklung des Netzwerkes aufrecht zu erhalten, haben die NetzwerkpartnerInnen eine Netzwerkstruktur für die weitere Vorgehensweise beschlossen. Darin beinhaltet ist auch die Etablierung von Arbeitsgruppen, in welchen die ersten Ideen von Pilotprojekten konkret ausgearbeitet werden sollen.

